18. Juli 2026
Eintritt frei – nur mit Anmeldung bis 12. August 2026
Wo: im UMAK (Universität Mozarteum am Kurgarten)
Schwarzstraße 36, neben dem Paracelsusbad
Wann: 17. August 2026
Was: Führung durch eine Ausstellung des Festspielarchivs im UMAK, in der vier unterschiedliche Kunst-Installationen zu erleben sind
• 12:15 Uhr: Empfang im Foyer des UMAK in Gebärdensprache
• 12:30–15:45 Uhr: zwei parallele Führungen in kleinen Gruppen durch die Ausstellung in Gebärdensprache
Anmeldung für Gehörlose unter:
• E-Mail der Beratungsstelle für Gehörlose Salzburg:
beratungsstelle@gehoerlose-salzburg.at
In der Beratungsstelle für Gehörlose Salzburg
• SMS mit Name an 0664/3018770
Hinweis:
Für nicht gehörlose Personen ist ein Besuch nur während des Archiv-Festivals von 18.8.–29.8.26 möglich. Die Tickets können über die Website der Salzburger erworben werden: https://www.salzburgerfestspiele.at/p/the-living-archive-2026
Weitere Beschreibung:
Am Montag, den 17. August um 12:30 Uhr laden die Salzburger Festspiele zu einer Sonderführung für Gehörlose ein. Diese findet im UMAK (Universität Mozarteum am Kurgarten, Schwarzstraße 36) statt. Es ist eine Preview zum ersten Archiv-Festival, das vom 18.8.–29.8. im UMAK stattfindet. Die Führung findet auf Deutsch statt und wird in österreichischer Gebärdensprache begleitet. Sie dauert in etwa zwei Stunden. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist erforderlich.
Es gibt vier verschiedene künstlerische Projekte zu erleben. Diese werden in einem Rundgang erkundet. Sie beschäftigen sich mit verschiedenen Archivmaterialien der Salzburger Festspiele: mit Bühnenbildern, Kostümen oder Requisiten aus berühmten Aufführungen, mit Erinnerungen von Besuchern und Besucherinnen etwa an Jedermann-Aufführungen und mit der Architektur der Festspielhäuser. Die vier Projekte versuchen auf ganz unterschiedliche Weise, die Objekte und Materialien mithilfe moderner Technologien auf neue Art zugänglich zu machen. Eines der Projekte beschäftigt sich speziell damit, wie Archivmaterialien nicht nur mit Augen und Ohren erfahrbar sind, sondern auch ertastet und erfühlt werden können. Und das mit ganz neuartigen Methoden.
1. Festspiel-Erinnerungsbüro
In dem Projekt des Schweizer Künstlers Mats Staub wird das Publikum der Salzburger Festspiele sichtbar. Gäste der Festspiele zwischen 18 und 88 Jahren sind auf fünf großen Bildschirmen in einer Videoinstallation zu sehen. Sie erinnern sich darin stumm – mimisch und gestisch – an besondere Erlebnisse bei den Salzburger Festspielen: an bewegende Aufführungen, erste Jedermann-Besuche, besondere Festspielerlebnisse und vieles mehr.
2. FAUST 2023
Der Mitbegründer der Salzburger Festspiele, Max Reinhardt, hat nicht nur 1920 den ersten Jedermann für den Domplatz geschaffen, er hat in den 1930er-Jahren auch eine berühmte Aufführung von Goethes Faust inszeniert. Max Reinhardt, der auf Schloss Leopoldskron wohnte, wünschte sich als Spielort die Felsenreitschule. Für seine Faust-Inszenierung wurde ein besonderes Bühnenbild gebaut: Es entstand in der Felsenreitschule eine ganze Bühnen-Stadt mit Häusern, Garten und Kirche. In diesem monumentalen Bühnenbild, das sehr berühmt wurde, spielte der Faust.
Dieses Bühnenbild von 1933 wurde virtuell nachgebaut, damit wir uns heute darin umsehen und darin bewegen können. Es ist mit speziellen Brillen dreidimensional nachzuerleben.
3. Feeling Virtual – An Archive of Touch
Das Projekt der Berliner Künstler·in Iz Paehr behandelt das Thema der Zugänglichkeit. Archivmaterialien und digitale Technologie werden kombiniert: Digitalisierte Kostüme und Requisiten von Festspielaufführungen werden mithilfe von VR-Brillen entweder visuell erkundet oder mit Controllern virtuell ertastet. Ausgangspunkt war „das Tastwissen behinderter Menschen“, die oftmals von sinnlichen Erfahrungen ausgeschlossen sind, weil sich speziell neue Technologien sehr auf Visuelles beschränken.
Auch echte Requisiten können berührt und ertastet werden. Ein Video mit Gebärdensprache erklärt das Projekt und zeigt Kostüme und Requisiten im virtuellen Raum.
4. Merging Visions
Merve Sahin aus Wien zeigt in ihrem Projekt die Verflechtung von Natur (Mönchsberg), Architektur und Kultur (Festspielhäuser) in Form einer 3D-Installation. Diese 3D-Installation wird im sogenannten „X-Reality Lab“ (das ist einer der Räume im UMAK) angeschaut. Das ist ein großer Raum, an dem an den Wänden und dem Boden Projektionen in höchster Auflösung gezeigt werden. Durch eine Brille gesehen, erscheinen die Projektionen dreidimensional. Man betritt in dieser Installation virtuelle Welten, in denen man sich durch den Berg, durch Gesteinsformationen und Objekte bewegt. In einem anderen Raum befindet sich der zweite Teil der Installation. Im Garten der Objekte sieht man reale Miniaturen jener Objekte und Formen, durch die man gerade virtuell gewandert ist: Abdrücke der Festspielhäuser in den Mönchsberg oder Materialproben der Felsoberfläche.
Weitere Informationen sowie ein Interview erhalten Sie am 9. August 2026.